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1 Aktie, die Warren Buffett verkauft, die Einkommensinvestoren kaufen sollten

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Der Müll der Multimilliardäre könnte ein regelmäßiger Schatz der Einkommensinvestoren sein.

Warren Buffett scheint heutzutage mehr Aktien zu verkaufen als er kauft. Berkshire Hathaway (BRK.A -0,96 %) (BRK.B -0,98 %) hat kürzlich seine Aktienbeteiligungen für das vierte Quartal 2021 in einem Zulassungsantrag offengelegt. Buffett und seine Investmentmanager verkauften 10 Aktien, während sie sieben Aktien kauften.

Der legendäre Investor hatte zweifellos gute Gründe für alle Transaktionen von Berkshire. Das heißt aber nicht, dass jeder Investor blind seinem Beispiel folgen sollte. Hier ist eine Aktie, die Buffett verkauft, die Einkommensinvestoren stattdessen kaufen sollten.

Bildquelle: Getty Images.

Viel zu mögen

Buffett hat den Anteil von Berkshire an dem großen Pharmakonzern kontinuierlich reduziertAbbVie(ABBV -1,75 %) für mehrere Quartale. Der Ausverkauf beschleunigte sich im vierten Quartal 2021 mit einer Reduzierung der gehaltenen Aktien um 79 % im Vergleich zum Vorquartal.

Für Einkommensanleger gibt es jedoch viel zu mögen an AbbVie. Das Unternehmen bietet eine Dividende, die derzeit fast 3,8 % abwirft. Zum Vergleich: Die durchschnittliche Dividendenrendite derS&P500beträgt nur 1,3 %.

Auch die Dividende von AbbVie ist ziemlich zuverlässig. Das Unternehmen ist ein Dividendenkönig mit 50 aufeinanderfolgenden Jahren mit Dividendenerhöhungen (einschließlich seiner Zeit als Teil vonAbbott Labs). Seit der Abspaltung von Abbott im Jahr 2013 hat AbbVie seine Dividende um mehr als 250 % erhöht.

Auch die Aktie hat sich zu einem großen Gewinner gemausert. In den letzten 12 Monaten stiegen die Aktien von AbbVie um fast 40 %. Im gleichen Zeitraum stieg der S&P 500 um rund 14 %.

Trotz dieses beeindruckenden Gewinns bleibt AbbVie attraktiv bewertet. Seine Aktien werden nur zum 10,6-Fachen der erwarteten Gewinne gehandelt. Die Aktie sieht im Vergleich zum Forward Earnings Multiple des S&P 500 von 18,6 wie ein regelrechtes Schnäppchen aus.

Eine Fliege in der Suppe

Bei so vielen Vorzügen von AbbVie fragt man sich vielleicht, warum Buffett die Aktie nicht sofort kauft. Wir wissen nicht genau, was das Orakel von Omaha über AbbVie denkt. Es gibt jedoch einen Wermutstropfen bei der Aktie, der ihn beschäftigen könnte.

Dem Autoimmunmedikament Humira von AbbVie droht ab 2023 der Verlust der Exklusivität in den USA. Humira als Blockbuster zu bezeichnen, geht nicht weit genug. Das Medikament generierte im vergangenen Jahr satte 20,7 Milliarden US-Dollar Umsatz, was fast 37 % des Gesamtumsatzes des Unternehmens ausmacht.

Stehen dem großen Arzneimittelhersteller Trübsinn und Verzweiflung bevor? Gar nicht. Der Umsatz von Humira wird zweifellos erheblich zurückgehen, nachdem Biosimilar-Konkurrenten in den US-Markt eintreten. Das Medikament könnte jedoch noch Jahre lang jährlich Milliarden von Dollar einbringen.

Noch wichtiger ist, dass die breitere Produktpalette von AbbVie es dem Unternehmen ermöglichen sollte, schnell zu solidem Wachstum zurückzukehren. Insbesondere verfügt das Unternehmen über ein paar neuere Medikamente gegen Autoimmunerkrankungen, Rinvoq und Skyrizi, und erwartet, dass sie im Jahr 2025 einen Gesamtumsatz von mindestens 15 Milliarden US-Dollar erzielen werden.

Verschiedene Striche

Das alte Sprichwort „verschiedene Schläge für verschiedene Leute“ trifft definitiv auf das Investieren zu. Nicht alle Investoren haben dieselben Ziele.

Warren Buffett ist eindeutig kein Einkommensinvestor, weder auf persönlicher Ebene noch in seiner Rolle als Manager von Berkshire Hathaway. Weder er noch Berkshire sind auf Dividendeneinnahmen angewiesen. Aber viele Investoren tun es. 

AbbVie ist offensichtlich keine Aktie, die derzeit ganz oben auf Buffetts Liste steht, wenn man bedenkt, dass der Anteil von Berkshire stark zurückgegangen ist. Mit seiner saftigen Dividende und seiner starken Dividendenbilanz sollte AbbVie jedoch ganz oben auf der Liste der Einkommensinvestoren stehen.

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