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2 Gründe, warum Novavax-Investoren vorsichtig sein sollten

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Es gibt Grund zu der Annahme, dass die Dinge nicht genau so laufen, wie geplant.

Da die Aktien in diesem Jahr um mehr als 48 % gefallen sind, kann ich es nicht verübelnNovavax(NVAX 0,07 %) Anteilseigner dafür, nervös zu werden. Das Schicksal des Impfstoffentwicklers hat einige Verzögerungen bei der Zulassung seines ersten Produkts, einer Coronavirus-Impfung, erlitten. Und jetzt, scheinbar mit einem Fuß über der Ziellinie, gibt es ein paar neue Probleme mit dem Unternehmen, die den Anlegern zu denken geben sollten.

Keines der Hindernisse, die ich heute erörtern werde, ist unüberwindbar, aber beide stellen ein erhebliches Risiko für die Aktie von Novavax dar, also lasst uns einen Blick darauf werfen. 

Bildquelle: Getty Images.

Die US-Aufsichtsbehörden nehmen sich Zeit 

Der Hauptgrund, warum Novavax-Investoren jetzt vorsichtig sein müssen, ist, dass die US-amerikanische Food and Drug Administration (FDA) ihren Coronavirus-Impfstoff noch nicht zugelassen hat, obwohl ihr Antragspaket seit dem 31. Januar vorliegt.

Während die FDA ähnlichen Anträgen auf Notfallgenehmigung (EUA) von Wettbewerbern wie zPfizerundModerneInnerhalb weniger Wochen zieht sich der Prozess mit dem Kandidaten von Novavax hin, und es ist unklar, warum. Zum Vergleich wurden sowohl Moderna als auch Pfizer ihre Einreichungsmaterialien innerhalb von drei Wochen vom unverbindlichen Beratungsausschuss der FDA prüfen lassen, und ihre Injektionen wurden kurz darauf genehmigt. 

Aber bis zum 15. März hatte die FDA noch nicht einmal einen Termin für das Treffen ihres Beratungsausschusses festgelegt, um den Stich von Novavax zu erörtern. Und wenn die Regulierungsbehörden einen Termin für das Treffen festlegen, neigen sie dazu, einen Termin zu wählen, der mehrere Wochen im Voraus liegt, damit die zuständigen Personen Zeit haben, sich vorzubereiten. Es sieht also so aus, als würde der Kandidat erst in mindestens einem weiteren Monat eine Entscheidung treffen, was einem bereits langen Entwicklungszyklus, der 2020 begann, noch mehr Zeit hinzufügt. 

Es stimmt, dass der Bedarf an zusätzlichen Coronavirus-Impfstoffdosen im Inland bei weitem nicht mehr so ​​dringend ist wie bei der Zulassung der ersten Kandidaten, was das langsame Tempo etwas erklärt.

Dennoch ist es besorgniserregend, dass die Aufsichtsbehörden so lange an dem Antrag sitzen. Wenn sie am Ende kritische Rückmeldungen geben, sind das schlechte Nachrichten für die Anleger – um es gelinde auszudrücken. Und es könnte auch Folgen für andere Impfstoffaktien haben, die ihre Kandidaten noch nicht kommerzialisiert haben. 

Es wird die FDA auch gegen die zahlreichen globalen Aufsichtsbehörden stellen, die es für angemessen erachtet haben, dem Stich grünes Licht für die Verteilung zu geben. Zuletzt hat der Impfstoffkandidat des Unternehmens in Indien die behördliche Zulassung für Notfälle erhalten, die Personen im Alter zwischen 12 und 18 Jahren verabreicht werden soll – und es gibt wahrscheinlich noch eine Reihe weiterer Zulassungen.

Der europäische Rollout geht langsam voran

Abgesehen von dem potenziellen Problem mit den US-Aufsichtsbehörden sollten Novavax-Investoren außerdem genau darauf achten, wie die Impfstoffverteilung des Biotechs in der EU verläuft 

In Deutschland hat es einen Marktanteil von nur 3 % der durchschnittlich täglich verabreichten 90.000 Dosen. Es gibt auch einige vorläufige Anzeichen dafür, dass in Italien eine ähnlich niedrige Aufnahmerate auftritt. Darüber hinaus gibt es Hinweise darauf, dass zuvor ungeimpfte Personen sich nicht so gerne mit der Impfung des Unternehmens impfen lassen, wie ursprünglich angenommen. 

Die langsame Einführung ist zum Teil darauf zurückzuführen, dass Sendungen in die EU erst gegen Ende Februar versandt wurden. Es ist durchaus möglich, dass der Anteil an täglichen Impfungen in den nächsten Monaten zunehmen wird, aber es lohnt sich trotzdem, ein Auge darauf zu werfen.

Die Umsatzprognose des Managements für 2022 sieht einen Umsatz von bis zu 5 Milliarden US-Dollar vor, aber jetzt ist unklar, ob die Annahmen, die in diese Zahl eingeflossen sind, immer noch Bestand haben. Schließlich können wichtige Kunden wie Gesundheitsministerien ihre Bestellungen stornieren oder sich weigern, ihren Kauf für das nächste Jahr zu verlängern.

Und für die Aktionäre ist dies ein weiterer Grund zur Vorsicht, da keine der derzeit geplanten Initiativen wie die Zulassung des Kandidaten für eine breitere Patientengruppe kurzfristig eine ausreichend große Wirkung haben dürfte.

Trotzdem empfehle ich den Anlegern nicht, ihre Aktien jetzt zu verkaufen. Die Pandemie ist noch nicht vorbei, und so wird es wahrscheinlich mehr Gelegenheiten für Novavax ‘Jab geben, um zu glänzen. 

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